Psychotherapie – Chancen, Risiken und Illusionen, das sollten Sie schon immer wissen!

PsychotherapiePsychische Störungen eine der modernen Krankheiten schlechthin. Doch bei der Überflutung von verschiedenen Krankheiten weiß man oft nicht, welche Therapieart Sinn macht. Psychotherapie wirkt sich meistens sehr schnell auf das Verhalten aus – doch wie alle anderen medikamentösen Behandlungen hat auch die Psychotherapie ihre Risiken und Gefahren. Grundsätzlich bestehen drei Störungsgruppen, die einen Menschen zum Psychotherapeuten bringen: Süchte, Depressionen oder Ängste. Um diese behandeln zu können sind die Psychotherapien laut Studien und Umfragen die richtige Adresse. Schwieriger in der Behandlung sind die Probleme aus dem sexuellen, esstechnischen oder schizophrenen Bereich, denn in den Bereichen muss eine kombinierte Therapie her, die Medikamente und Psychotherapie vereint.

Die Therapiestunde im Überblick

Wenn jemand zum Psychotherapeuten kommt, versucht dieser, sich in dem ersten Gespräch einen Überblick über den seelischen Zustand des Patienten zu verschaffen. Mit Hilfe der Probesitzungen finden Therapeut und der Patient aus, ob es zwischen ihnen funktioniert und der Therapeut hat Zeit genug, um sich vertieft mit der Diagnosestellung zu beschäftigen. Wenn er feststellt, dass eine Therapie notwendig ist, stellt er bei der Krankenkasse einen Antrag für die Abdeckung der Behandlungskosten ein. Wenn dieser positiv zurückkommt, steht auf dem Zettel auch, wie viele Stunden dem Patienten bewilligt worden sind. Erst in dem Moment kann der Psychotherapeut mit der eigentlichen Arbeit los legen. Wie umfangreich die Therapie sein wird, ist eine Frage, die sich nur mit dem Schwierigkeitsgrad der Erkrankung beantworten lässt. Als Verhaltenstherapie reicht in den meisten Fällen schon die Kurztherapie im Umfang von ca. 25 Stunden. Diese ist auch eine der Therapiearten, die die Krankenkassen übernehmen. Die zweite Art ist sind die psychodynamischen Therapien, unter denen auch Psychoanalyse zu finden ist. Das sind die Formen der Psychotherapie, die schon lange wissenschaftlich belegt sind. Die Krankenkassen haben unterschiedliche Regelungen, was die Therapien angeht, deswegen sollten die Versicherten selbst direkt nachfragen. Im Fall der gesetzlichen Versicherung werden nur dann die kompletten Kosten gedeckt, wenn der Therapeut approbiert ist und in der Lage ist, die krankheitswerte psychische Störung zu belegen. Solche Störungen sind unter anderem Zwänge, Phobien oder Panikattacken.

Vor allem im Fall der Depressions- oder Ängste-Störungen ist die Verhaltenstherapie der richtige Weg, dem Problem entgegen zu treten. Seltener hat diese Behandlungsart Erfolg bei den Beschwerden, wie chronische Schmerzen oder Essstörungen. Diese Therapieart fokussiert sich auf die aktuell entstandenen Probleme, aber auch auf die Stärken, mit dem Ziel, das Verhalten zu ändern. Dabei ist das wichtigste zu beobachten, wie der Patient die Informationen einsortiert und bewerten kann. Endziel der Behandlung ist, die Situationen mit Leitung des Therapeuten neu interpretieren zu können und das Verhalten zu ändern, nach dem Motto dass alles, was man mal gelernt hat, zu ändern geht und dass immer eine Verbesserung möglich ist. Die Verhaltenstherapeuten haben es nicht vor in die Vergangenheit zu schauen, deren Ziel ist die gute Zukunft. Und der Erfolg gibt ihnen Recht – mehr als 80 Prozent der Behandelten verspüren eine deutliche Linderung der Beschwerden. Die Ansätze der Psychoanalyse sind auf Freud und seine Kollegen zurück zu führen. Diese Psychoanalytiker haben die Tatsache als Ausgangspunkt, dass dem aktuellen Verhalten die vergangenen und verdrängten Probleme aus der Vergangenheit den Grundstein gelegt haben. Mit Hilfe der Traumdeutungen oder den frei verfügbaren Assoziationen verschaffen sie dem Betroffenen den Zugang zu den Emotionen, die sie noch verarbeiten müssen.

Nebenwirkungen werden oft unterschätzt

Es gibt Fälle, in denen sich der Zustand der Patienten am Anfang verschlechtert, weil gewisse Stimmungen, die in Vergangenheit verdrängt worden sind und Probleme verursacht haben, wieder hoch kommen und die Menschen anfangen, zu viel nachzudenken. Auch ist es manchmal der Fall, dass die Therapeuten die Therapie künstlich länger halten, als notwendig, um vom Patienten das miste Geld herauszuziehen. Immer besteht in so einem Verhältnis auch die Gefahr, dass der Patient vom Therapeuten abhängig wird und dieser genau weiß, wie er da ausnutzen kann. Auch die Fälle gibt es, wo die Therapeuten eindeutig die Grenzen überschreiten und sich sogar an den Patienten sexuell vergehen. Diese Risiken sind vor allem in den körperorientierten Settings viel höher. Es sind meisten sehr renommierte Persönlichkeiten, die den mächtigen Status missbrauchen und den Patienten schaden. Doch das sind Auswirkungen, die leicht messbar sind, im Gegenzug zu den falschen Hoffnungen oder den nicht genau vereinbarten messbaren Zielen. Da ist ein gutes Beispiel, wenn die Therapeuten eine Partnerschaft mit in die Probleme beziehen, obwohl sie nur den Teil des Betroffenen gehört haben und nicht die Meinung seines Partners. Das kann eine große Krise in der Beziehung auslösen, die sonst nie aufgekommen wäre. Auch ist es falsch, wenn der Therapeut dem Menschen gewisse Werte aufzwingt. Obwohl es manchmal Fälle gibt, wo die Nebenwirkungen auftreten, ist Psychotherapie in meisten Fällen ein Erfolg. Doch es kann ziemlich lange dauern, bis die Hilfe all die Betroffenen erreicht. Ein Problem dabei ist die Tatsache, dass viele Menschen zu starke Hemmungen haben, um mit den Problemen zum Psychotherapeuten zu gehen und leiden innerlich lieber weiter.

Unterschätzung der Kinderprobleme kann fatal sein

Es ist immer mehr zu beobachten, dass vor allem die psychischen Störungen bei den Kindern viel zu spät oder gar nicht entdeckt werden. Die Kinder werden mit ihren Problemen nicht ernst genommen und so verdrängen sie diese im inneren. Es wäre sehr wichtig, im jungen Alter gegen solche Probleme behandeln zu lassen, denn so können einige gravierende Psychosen vermieden werden. Das Problem dabei ist das Verhalten solcher Kinder – deren Gegenpole, hyperaktive Kinder, fallen auf, denn sie tun alles, um alle Aufmerksamkeit der Welt zu bekommen, aber die depressiven Kinder halten sich sehr zurück und werden deswegen nicht bemerkt. Das Hauptproblem dabei sei laut Experten die Tatsache, dass die Gesellschaft immer weniger Kinder hat und deswegen den Kindern die Komplizen zum Spielen fehlen. Das wirkt sich auf die psychische Gesundheit der Kinder stark aus.

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