Vegetarisch essen, der Umwelt, den Tieren und der eigenen Gesundheit zuliebe

Vegetarische Ernährung schont die Umwelt

Eine Ernährungsweise, die Fleisch einschließt, beansprucht durch die dadurch nötige extensive Tierhaltung mehr Land-, Energie- und Wasserressourcen als eine vegetarische Ernährungsweise. Durch extensive Tierhaltung entstehen die für die Umwelt und das Klima schädlichen Treibhausgase und manche Länder mit besonders viel Nutztierhaltung (vor allem Länder in Südamerika) sind durch diese bereits größtenteils entwaldet.

Vegetarische Ernährung – den Tieren zuliebe

Viele Vegetarier sind aus Gründen des Tierschutzes zum Vegetarismus gekommen. Denn es erschließt sich einem Tierfreund natürlich nicht, dass für seine Ernährung Tiere getötet werden sollen. Außerdem würde ein weitgehender Verzicht auf Fleisch von immer mehr Menschen Auswüchse der Fleischproduktion wie Massentierhaltung und Schlachttiertransporte durch ganz Europa erheblich einschränken.

Vegetarische Ernährung dient der Gesundheit

Eine Mitgliederbefragung des Vegetarierbundes Deutschland (VEBU) ergab, dass der Wunsch nach einer gesünderen Ernährungsweise das von den Teilnehmern am häufigsten genannte Einzelmotiv für die Hinwendung zum Vegetarismus war. Auch die Heilung von bestimmten Krankheiten stellte ein bedeutendes Motiv dar. In einem Artikel in der Fachzeitschrift American Journal of Clinical Nutrition berichten britische Wissenschaftler, dass durch eine vegetarische Lebensweise das Risiko für Herzkrankheiten um bis zu einem Drittel gesenkt werden könne. Die Hauptautorin der Studie, Francesca Crowe führt das auf die bei Vegetariern deutlich besseren Cholesterin- und Blutdruckwerte zurück. Vegetarier sind meist schlanker als Fleischesser und leiden weniger oft unter Diabetes. Die Schulmedizin weist seit Jahrzehnten auch auf einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Fleisch und dem Erkranken an Krebs, vor allem Dickdarmkrebs, der zu 80 % durch Fehlernährung ausgelöst wird, hin. Wissenschaftler der Weltgesundheitsorganisation WHO haben bereits 1998 erklärt, jeder fünfte Tumor würde bei einer abwechslungsreicheren Kost mit viel Obst, Gemüse und Getreide erst gar nicht entstehen. Die Länder Südamerikas, in denen sehr viel (Rind-)Fleisch konsumiert wird, allen voran Argentinien und Uruguay, gehören zu den Ländern mit der höchsten Rate an Brust- und Darmkrebs. Laut im Nachrichtenmagazin Focus (Ausgabe 10/2001 „Wie gesund ist vegetarisches Essen?“) zitierten Studien schützen Obst und Gemüse vor einer ganzen Reihe von Erkrankungen. Denn sie haben viele bioaktive Substanzen wie zum Beispiel Polyphenole, Carotinoide und Schwefelverbindungen. Diese jagen im Körper freie Radikale (aggressive Sauerstoffverbindungen), schützen die Gefäße, senken den Cholesterinspiegel und Blutdruck, beugen dem Krebs vor und stärken das Immunsystem. Des Weiteren haben Vegetarier auch deutlich niedrigere Kreatin- und Harnsäurewerte und damit nachweislich ein niedrigeres Risiko an Gicht zu erkranken. In allen tierischen Lebensmitteln ist die Substanz Arachidonsäure enthalten, die übermäßig konsumiert, entzündliche Prozesse bei Rheuma fördert. Dieses „Rheumagift“ ist besonders in Schweineschmalz, Schweinefleisch, Leberwurst, Thunfisch und Würstchen enthalten. Aber auch andere Fleischsorten und in geringerem Maße Eier und Milchprodukte enthalten diese Säure. Eine arachidonsäurearme, also vegetarische, Ernährung kann gemäß einiger medizinischen Studien helfen die Symptome einer Rheumaerkrankung zu mindern.

Auch die in Deutschland weit verbreitete Osteoporose (auch als „Knochenschwund“ oder „Knochenerweichung“ bekannt) ist eine typische Zivilisationskrankheit, die unter anderem von einer Fehlernährung mit zu vielen tierischen Fetten und Proteinen ausgelöst wird. Nachweislich gibt es in den Ländern mit dem höchsten Fleisch- und Milch(produkte)konsum am meisten Menschen mit Osteoporose. Dioxin ist ein chemischer Stoff, der bei verschiedenen Verbrennungsprozessen anfällt. Es hat eine lange Halbwertzeit und reichert sich deshalb in der Nahrungskette an. Somit konzentriert es sich in Fleisch, Fisch, Milch und Milchprodukten und kann bei übermäßigem Genuss dieser Lebensmittel zu einer überhöhten Dioxinbelastung des Körpers führen. Als Folgen einer erhöhten Dioxinbelastung können unter anderen Missbildungen, wiederum Krebserkrankungen, Immunsuppression, Hormonstörungen, Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit und Endometriose auftreten.

Der menschliche Darm ist für die Verdauung von Fleisch nicht gut geeignet, da er für diese zu lang ist. Raubtiere, die sich nur von Fleisch ernähren, haben einen deutlich kürzeren Darm als der Mensch, so dass die bei der Fleischverdauung entstehenden Gifte bei Raubtieren schnell wieder ausgeschieden werden. Beim Menschen dagegen verbleiben diese Gifte relativ lange im Körper, belasten die Nieren und schaffen im Laufe der Zeit einen günstigen Nährboden für Krankheiten wie Gicht, Arthritis, Rheuma, Fettleber, Diabetes und Krebs. Natürlich können durch diesen Umstand auch chronische Verdauungsbeschwerden entstehen.

Zusammenfassend kann festgestellt werden: Vegetarier haben die geringste Krankheitsanfälligkeit, die besten Laborwerte, die besten Blutdruckwerte und meist ein normales Körpergewicht. Ihre Infektanfälligkeit beträgt nicht einmal 20% des Durchschnittswertes, ebenso gering ist die auch Frequenz der ärztlichen Behandlungsnotwendigkeit. Und entgegen weitverbreiteten Vorurteilen kennen Vegetarier keine Mangelerscheinungen und keinerlei Defizite in Bezug auf ihre körperliche Leistungsfähigkeit.

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