Die richtige Ernährung bei Arthrose

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, an Arthrose zu erkranken. Das bedeutet aber nicht, dass nur Senioren von dieser Krankheit betroffen sind. Arthrose ist inzwischen weit verbreitet. Es ist nicht nur erblich bedingt, ob jemand von dieser Krankheit betroffen ist, sondern eine ungenügende Ernährung oder eine Lebensführung, die der Gesundheit nicht zuträglich ist, können ebenso ursächlich sein. Arthrose ist nicht heilbar. Selbst, wenn jemand die Notbremse zieht und seine Ernährung komplett umstellt, kann der kaputte Knorpel nicht wieder hergestellt werden. Dennoch ist eine gesunde Ernährung im Zusammenhang mit Arthrose besonders wichtig.

Risiko – Übergewicht

Bei Übergewichtigen ist das Risiko, an Arthrose zu erkranken, besonders groß. Die Gelenke sind einer ständigen Überbelastung ausgesetzt und somit ist auch der Verschleiß größer. Wird das Gewicht reduziert, lassen Beschwerden an Gelenken, die nicht tragend sind sogar nach. Mediziner gehen davon aus, dass auch die entzündungsvermittelnden Substanzen durch eine Gewichtsreduktion zurückgehen. Diese Stoffe mit Namen Resistin, Leptin und Adiponektin werden nämlich in den Fettzellen produziert. Ist weniger Fett vorhanden, werden diese Stoffe demnach weniger produziert. Um wirkungsvoll gegen die Beschwerden der Arthrose vorzugehen, sollte also das Gewicht langsam und maßvoll reduziert werden und Bewegung in den Alltag integriert werden. Bei diesem Krankheitsbild ist Sport von Wichtigkeit, damit keine Versteifung betroffener Gelenke eintritt.

Übersäuerung und Arthrose

Eine unausgewogene Ernährung ist einer der Hauptauslöser für Arthrose. Der Körper kann durch die falsche Ernährung leicht übersäuert werden. Der Körper kann diesen Zustand nicht mehr neutralisieren. Durch diesen Zustand bilden wir vermehr Schlacken, die dann abgelagert werden, u.a. in den Gelenke. Dort kommt es dann zu Störungen des Stoffwechsels und es können Entzündungen auftreten. Der Körper greift bei einer Übersäuerung auf den eigenen Vorrat an Mineralien zurück, da diese nicht durch die Nahrung zugeführt werden. Bei einem Mineralienmangel kann neues Knorpelgewebe nicht aufgebaut werden. Wer unter Arthrose leidet, sollte als auf eine basische Ernährung umschwenken. Dem Speiseplan sollten auf jeden Fall Omega-3-Fettsäuren zugefügt werden, da diese Entzündungen hemmen können. Dadurch werden die Symptome der Arthrose gelindert.

Besserung durch gesunde Ernährung

Es ist, wie oben ausgeführt, nicht möglich, Arthrose zu heilen. Durch eine angepasste Ernährung können Symptome aber gelindert werden und ein Voranschreiten der Krankheit kann sogar verhindert werden. Sehr empfehlenswert sind Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse. Kartoffeln, Dinkel und Naturreis sollten ebenso auf dem Speiseplan stehen, wie Produkte aus Magermilch und Fische wie Forelle, Heilbutt, Tintenfisch oder Kabeljau. Auch Austern sind sehr zu empfehlen. Kaltgepresste Öle sind sehr gut, um sich gesund zu ernähren. Hierzu zählen Walnussöl, Distel- und Sesamöl oder auch Oliven- und Rapsöl. Basische Tees helfen bei der Entsäuerung des Körpers. Es ist aber auch möglich, ein spezielles Basenpulver in der Apotheke zu kaufen. Die Schmerzen, die mit der Arthrose auftreten, können durch grünen Tee gelindert werden, der eine entzündungshemmende Wirkung zeigt. Wir ein wenig Zitrone hinzugegeben, ist diese Wirkung noch stärker. Freie Radikale sollen die Arthrose ebenfalls negativ beeinflussen. Aus diesem Grunde sollte reichlich Vitamin A, C und E auf dem Speiseplan zu finden sein. Wichtige Mineralien sind Kupfer und Selen.

Arthrose mit Kräutern und Gewürzen entgegenwirken

Früher sagte man, dass „gegen jedes Leid ein Kraut gewachsen ist“. Bei einer Arthrose-Erkrankung sind die Schmerzen das Schlimmste. In der Natur sind einige Pflanzen zu finden, die eine entzündungshemmende Wirkung bieten können. So können in Salat Kräuter wie Fenchel, Anis, Dill, Petersilie, Minze oder Kerbel verwendet werden. Es gibt noch viele weitere Kräuter, die sehr gut gegen Entzündungen sind. Zimt und Chili sind auch sehr empfehlenswert und dürfen im Gewürzschrank nicht fehlen. Für Kakao-Fans bietet sich eine Anti-Arthrose-Kombi an. Hierfür wird dem Getränk ein wenig Honig und Chili, schwarzer Pfeffer, Kurkuma und ein wenig Zimt hinzugefügt. Gleiches kann mit dem Joghurt am Morgen geschehen. Zweimal in der Woche sollten Fisch verzehrt werden, die viele Omega-3-Fettsäuren enthält. Auch dieser kann wieder mit den o.g. Gewürzen verfeinert werden.

Klares Nein zu diesen Nahrungsmitteln

Eine Ernährungsumstellung lässt sich nicht vermeiden, wenn ein Arthrose-Patient auf Dauer eine Besserung erreichen möchte. Es ist aber erforderlich, auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten, wenn Erfolge erzielt werden sollen. Tierische Fette sollten gemieden Werden. Schweine- und Rindfleisch sollten nur sehr sparsam verzehrt werden. Auf die „Lieber-nicht-Liste“ sollten auch Zucker und Süßes, wie auch Wurst, Spargel oder Erdbeeren. Tomaten, Nüsse und roter Pfeffer sollten ebenfalls tabu sein. Fettige Produkte, wie Sahne, Butter, Margarine oder Eigelb, wie auch fettiger Fisch sollten gemieden werden. Des Weiteren sind Alkohol, hier besonders der Rotwein, Kaffee und schwarzer Tee zu meiden. Gehärtete und gesättigte Fette sind ein absolutes No-Go. Zitrusfrüchte sollten nur in Maßen genossen werden. Eine kleine Sünde hin und wieder verzeiht der Körper sicherlich. War der Genuss aber doch einmal etwas zu ausschweifend, so sollte durch Basen-Lebensmittel entgegengewirkt werden bzw. ein ganzer Liter Base-Tee getrunken werden.